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Kurzer Dokumentarfilm

Samstag, 10. Oktober, 20 Uhr // BLOCK 2 / Eröffnungsabend II

MACHOS

Portugal, Deutschland, Litauen. Belgien / 2026 / Documentary / 12 min
OT ohne Di / UT -

MACHOS

Tief im portugiesischen Hinterland grasen Stiere auf den Weiden eines Landguts im Schatten uralter Olivenbäume. Sie führen noch ein friedliches Leben, das im Kontrast zu der Rolle steht, die sie bald einnehmen werden. „Machos“ gibt uns einen wortlosen und nüchternen Einblick in die jahrhundertealte Tradition des Stierkampfes.

Regie: Justine Jahn, Produktion: Justine Jahn / DocNomadsPlus, Drehbuch: Justine Jahn, Kamera: Justine Jahn, Schnitt: Justine Jahn, Ton: Justine Jahn, Musik: -

Justine Jahn

Justine Jahn, geboren in Deutschland, hat 2019 Medienkunst und Design an der Bauhaus-Universität Weimar studiert. Mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm erweiterte sie ihren Horizont durch zwei Auslandssemester in Spanien und Peru. Mit ihrem Dokumentarfilm "Die anderen Mädchen gehn auf Redoute" schloss sie ihren Bachelor ab. Nach dem Abschluss absolvierte sie ein Praktikum bei der Filmproduktionsfirma „Medea Film“ und arbeitete dort anschließend als Assistant Producer weiter. Seit 2025 studiert Justine im Masterprogramm DocNomadsPlus Dokumentarfilmregie.

Montag, 12. Oktober, 20 Uhr // BLOCK 6

TOO BALDARY / CHILDREN OF THE MOUNTAINS / KINDER DER BERGE

Kyrgyzstan, Киргизия / 2025 / Documentary / 19 min
OT Kyrgyz / UT English

TOO BALDARY / CHILDREN OF THE MOUNTAINS / KINDER DER BERGE

In einem abgelegenen Bergdorf Kirgisistans trotzen Kinder und ihre Lehrerin täglich den Herausforderungen eines Lebens in extremer Abgeschiedenheit. Zwischen schneebedeckten Pfaden, langen Schulwegen und den Bedingungen einer rauen Natur entsteht ein Porträt von Kindheit, Bildung und Gemeinschaft. Mit großer Nähe und ruhiger Beobachtung erzählt TOO BALDARY- CHILDREN OF THE MOUNTAINS von Neugier, Widerstandskraft und der Hoffnung auf eine Zukunft, die über die Grenzen der Berge hinausreicht.

Regie: Guliza Abdykamilova, Produktion: Guliza Abdykamilova, Drehbuch: Guliza Abdykamilova, Kamera: Adilet Baktybekov, Schnitt: Adilet Baktybekov, Ton: Ainuska Asanbekova, Musik: -

Guliza Abdykamilova

Guliza Abdykamilova ist Regisseurin und Casting-Direktorin. Sie studierte an der kirgisisch-türkischen „Manas“-Universität im Fachbereich Radio, Fernsehen und Film (Bachelor-Abschluss). Zu ihren Werken zählen der Spielfilm THERAPY (KTMU, 2024, als Casting-Direktorin) und der Dokumentarfilm KOSHOGO (KTMU, 2024, als Regisseurin).

Mittwoch, 14. Oktober, 20 Uhr // BLOCK 10

MUKUNÃ APRENDIZ DE PAJE / MUKUNÃ APPRENTICE SHAMAN / MUKUNÃ – SCHAMANENLEHRLING

Brazil / 2025 / Documentary / 25 min
OT Portuguese / UT English

MUKUNÃ APRENDIZ DE PAJE / MUKUNÃ APPRENTICE SHAMAN / MUKUNÃ – SCHAMANENLEHRLING

Mukuná ist ein Bewohner des Dorfes Potiguara Katu. Das liegt in den Resten des atlantischen brasilianischen Urwalds, der von der UNESCO als Biosphärenreservat geschützt ist. Mit den Gesängen und Rhythmen seiner Vorfahren wird Mukuná in die spirituellen Riten als Schamane eingeführt. Außerdem lernt er den sorgsamen Umgang mit der Natur und seiner Umgebung. Gleichzeitig zeigt der Film die prekäre Lage auf, in der sich die indigenen Völker Brasiliens, aufgrund der massiven Abholzungen befinden.

Regie: Rodrigo Sena, Produktion: Arlindo Bezerra, Clarisse Kubrusly e Regiane Lima, Drehbuch: Rodrigo Sena e Manoel Batista, Kamera: Rodrigo Sena, Schnitt: Yuri Amaral, Ton: Jota Marcianoa, Musik: Jota Marcianoa

Rodrigo Sena

Rodrigo Sena ist ein preisgekrönter Regisseur, bekannt für seine Kurzfilme „O Menino do Dente de Ouro“ (Der Junge mit dem goldenen Zahn), der bei der Mostra de Gostoso ausgezeichnet wurde, sowie „Cuscuz Peitinho“ (Couscous mit der kleinen Brust), der beim Vitória Film Festival ausgezeichnet wurde, sowie für „A Tradicional Família Brasileira Katu“ (Die traditionelle brasilianische Familie Katu), der beim Brasília Film Festival ausgezeichnet wurde. Er schrieb das Drehbuch, führte Regie und war Kameramann bei „Encantarias“, einer dreiteiligen Fernsehserie, und arbeitet derzeit an seinem ersten Spielfilm.

Donnerstag, 15. Oktober, 18 Uhr // BLOCK 11

DISMANTLING / DEMONTAGE

Germany / 2026 / Documentary / 29 min
OT German / UT English

DISMANTLING / DEMONTAGE

Am Stadtrand von Lüdenscheid führt Sandra Manß die Autoverwertung ihres Vaters fort. Ein Ort, an dem nicht nur ausrangierte Fahrzeugteile neue Besitzer finden, sondern auch Menschen, Arbeit und Halt. Ihre Mitarbeiter Holger, Markus und Kevin, die auf dem regulären Arbeitsmarkt wenig Chancen hätten, bilden zusammen mit Sandra eine kleine Utopie. Demontage – treffender hätte ein Filmtitel nicht sein können- besticht mit seinen nüchternen Bildern und zeigt ohne weiteren Kommentar authentisch eine verschwindende Lebensrealität.

Regie: Leonard Mann, Produktion: Academy of Media Arts Cologne/Leonard Mann, Drehbuch: Leonard Mann, Kamera: Felix von Klitzing, Schnitt: Justus Hanfland, Ton: Sounddesign: Frederic Hellmann, Musik: -

Leonard Mann

Leonard Mann ist Dokumentarfilmer. Bereits während seines Bachelorstudiums im Kommunikationsdesign an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf spezialisierte er sich auf dokumentarische Erzählformen. Aktuell studiert er Dokumentarfilmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln. In seinen Filmen geht er enge Beziehungen zu seinen Protagonist:innen ein und schafft offene, gleichberechtigte und intime Räume. Seine Arbeiten entstehen häufig in kleinen Teams, wobei er oft selbst die Kamera übernimmt. Neben seinen eigenen Projekten arbeitet er gelegentlich als freier Mitarbeiter für Fernsehproduktionen. Sein Dokumentarfilm Der mit dem Krokodil tanzt lief auf zahlreichen Filmfestivals, gewann in Leipzig (kurzsuechtig) den Publikumspreis und wurde für den Deutscher Kurzfilmpreis shortgelistet. Leonard Mann ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er lebt und arbeitet in Köln.

Freitag, 16. Oktober, 18 Uhr // BLOCK 13

TRI SESTERI / THREE SISTERS

Russian Federation, - / 2025 / Documentary / 26 min
OT Russian / UT English

TRI SESTERI / THREE SISTERS

Wir begleiten Lelya, Yulia und Natalya, drei ältere Schwester des indigenen Volkes der Udege in der Taiga Russlands, in ihrem dörflichen Alltag beim Fischen, Pilze sammeln und gemeinsamen Singen traditioneller Gesänge. In schönen Bildern und mit einer Prise Humor verdeutlicht die kurzweilige Doku das Schwinden der Kultur der ethnischen Minderheit der Udege, einem einstigen Jägervolk. Und erinnert uns daran, im lauten Mainstream und Alltag auch das weniger Sichtbare zu schätzen und zu wahren.

Regie: Lolita Ismailova, Produktion: Svetlana Dalskaya, Drehbuch: Lolita Ismailova, Kamera: Korney Belykh, Schnitt: Lolita Ismailova, Ton: Alexander Lanetsky, Musik: -

Lolita Ismailova

Lolita Ismailova (geb. 1999 in St. Petersburg) ist eine russische Dokumentarfilmregisseurin und Schauspielerin. Abschluss im Jahr 2021 am I.D. Kobzon Institut für Theaterkunst in Moskau (Fachrichtung Theater- und Kinoschauspiel).Regieausbildung: Parallel dazu absolvierte sie verschiedene Filmschulen und Workshops mit dem Schwerpunkt auf non-fiktionalem Film und Dokumentarregie. THREE SISTERS ist ihr Regiedebüt.

WETTBEWERB

PROVINZIALE

Die Provinziale ist ein internationales Filmfestival, das sich auf Filme konzentriert, die einen Bezug zu Heimat, Landschaft, Stadt und Land – also im weitesten Sinne zur Provinz – haben.

Das Festival zeigt Dokumentarfilme, Kurzspielfilme und Animationsfilme in vier Wettbewerben und wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik und Filmgesprächen ergänzt.