Chile, Netherlands / 2024 / Documentary / 77 min
OT Spanish / UT English

Auf der Insel Tierra del Fuego - ganz weit im Süden, im abgelegenen Teil Patagoniens, arbeitet der 60-jährige Toto als einer der letzten Goldgräber. Es ist ein mühevolles und prekäres Leben, gesundheitlich ist er bereits angeschlagen. Aber er muss weitermachen. Unterstützung erhält er von seinem Sohn Jorge, der voller Ideen und Tatendrang ist: Er entwirft eine Maschine zum Goldschürfen. Aber das Projekt lässt sich nicht so schnell realisieren, wie anfangs angenommen. Die Jahre kommen und gehen. Toto wird langsam ungeduldig, seine Gesundheit verschlechtert sich, und die Maschine wird immer größer, komplexer und schwerer. Wird Jorge sie jemals fertigbekommen? Der Film ist ein vielschichtiges, lebendiges Portrait einer Vater-Sohn-Beziehung und beschwört die Magie, die in Träumen steckt, welche uns handeln lassen.
Regie: Alfredo Pourailly de la Plaza, Produktion: Francisco Hervé, Annemiek van der Hell, Alfredo Pourailly De La Plaza, Drehbuch: Alfredo Pourailly De La Plaza, Javiera Velozo Saldivia, Francisco Hervé, Kamera: Alfredo Pourailly de la Plaza, Schnitt: Javiera Velozo, Alfredo Pourailly De La Plaza, Melisa Miranda, Ton: Gustavo Agurto Vergara, Rodrigo Méndez Telias, Musik: Karl Heortweard

Alfredo Pourailly De La Plaza arbeitet als Produzent und Regisseur von Film-, Foto- und Kulturmanagementprojekten, die er mit seiner Firma 55 Sur Media mit dem Ziel entwickelt, das kulturelle, historische und natürliche Erbe Chiles zu bewahren, aufzuwerten und zu verbreiten. LA FABULOSA MÁQUINA DE COSECHAR ORO ist sein erster Film.
Portugal, Deutschland, Litauen. Belgien / 2026 / Documentary / 12 min
OT ohne Di / UT -

Tief im portugiesischen Hinterland grasen Stiere auf den Weiden eines Landguts im Schatten uralter Olivenbäume. Sie führen noch ein friedliches Leben, das im Kontrast zu der Rolle steht, die sie bald einnehmen werden. „Machos“ gibt uns einen wortlosen und nüchternen Einblick in die jahrhundertealte Tradition des Stierkampfes.
Regie: Justine Jahn, Produktion: Justine Jahn / DocNomadsPlus, Drehbuch: Justine Jahn, Kamera: Justine Jahn, Schnitt: Justine Jahn, Ton: Justine Jahn, Musik: -

Justine Jahn, geboren in Deutschland, hat 2019 Medienkunst und Design an der Bauhaus-Universität Weimar studiert. Mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm erweiterte sie ihren Horizont durch zwei Auslandssemester in Spanien und Peru. Mit ihrem Dokumentarfilm "Die anderen Mädchen gehn auf Redoute" schloss sie ihren Bachelor ab. Nach dem Abschluss absolvierte sie ein Praktikum bei der Filmproduktionsfirma „Medea Film“ und arbeitete dort anschließend als Assistant Producer weiter. Seit 2025 studiert Justine im Masterprogramm DocNomadsPlus Dokumentarfilmregie.
Austria / 2025 / Short Film / 25 min
OT German / UT English+German

Tief im österreichischen Hinterland arbeitet der schweigsame Lenz in einer mäßig besuchten Kneipe, in der die Zeit vor zwanzig oder dreißig Jahren stehengeblieben zu sein scheint. Sein Kumpel Fabian prügelt einen Kontrahenten bei einer Schlägerei ins Krankenhaus. Die Kellnerin Carina, in die Lenz heimlich verliebt ist, träumt von einer Zukunft in Wien oder New York. Lenz wäre mit stabilen Verhältnissen eigentlich schon zufrieden. Doch irgendwann muss er einsehen: Der Wandel der Zeit verläuft im Dorf zwar langsamer, lässt sich aber am Ende nicht aufhalten. DIE LETZTEN MENSCHEN ist ein stilles Drama in schönem Schwarz-Weiß.
Regie: Nicolás Pindeus, Produktion: Alisa Frischholz & Melvyn Zeyns, Drehbuch: Nicolás Pindeus, Kamera: Lukas Allmaier, Schnitt: Maria Lisa Pichler, Ton: Sound recording: Marius Mertens; Sound design: Alexander Siegl, Musik: -

Nicolás Pindeus, geboren 1993 in Wien, ist ein österreichischer Drehbuchautor und Regisseur. Er schloss sein Philosophiestudium ab und studierte Regie an der Filmakademie Wien in der Klasse von Michael Haneke. Seine Kurzfilme wurden auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Für „Life between the Exit Signs“ wurde er bei der Diagonale 2019 mit dem Preis für den besten Newcomer ausgezeichnet.
France, Netherlands, Portugal / 2026 / Animation / 15 min
OT ohne Di / UT -

Die Muscheltaucherin Mia erinnert sich. Das Meer hat ihr ganzes Leben bestimmt. Wie eine Meerjungfrau zieht sie uns hinab in die Tiefe zu den stillen Algen und Fischen, sie lässt uns teilhaben an ihrer glücklichen Liebe und der Traurigkeit ihres unerfüllten Kinderwunsches, an dem Gemeinschaftsgefühl der Taucherinnen und ihrer immer schlechteren Bezahlung.
Regie: Sandra Desmazieres, Produktion: Jérôme Barthélemy, Daniel Sauvage, Olivier Catherin, Richard Valk, Vanessa Ventura, Nuno Amorim, Drehbuch: Sandra Desmazieres, Kamera: NA, Schnitt: Guerric Catala, Ton: Antoine Citrinot, Alexis Place, Antoine Citrinot, Musik: Manuel Merlot, Cedryck Santens

Sandra Desmazières, geboren 1978, studierte an der Duperré (Ecole Nationale Supérieure des Arts Appliqués) und der ENSAD (Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs) in Paris, wo sie die Welt des Animationsfilms für sich entdeckte. Ihr Abschlussfilm „Sans queue ni tête“ gewann 2003 den Cartoon d’or. Anschließend drehte sie 2008 „Le Thé de l’oubli“ und 2011 „Bao“, produziert von Les Films de l’Arlequin und Arte. Neben und zwischen ihren Filmen arbeitet Sandra auch als Illustratorin und Koloristin für Comics. Im Jahr 2021 führte sie Regie bei „Flowing Home“, produziert von Les Films de l’Arlequin, dem ONF und France 3, der 2022 für den César und den Oscar nominiert wurde. Ihr neuester Film „Water Girl“ wird von Caïmans Productions zusammen mit Olivier Catherin produziert und von Animais und Valk Productions koproduziert, unter Beteiligung von Arte. Derzeit arbeitet Sandra an einem neuen Kurzfilmprojekt, „J28“, und an einem Spielfilm, „Tempête Rouge“.
United States, Russia / 2025 / Animation / 7 min
OT ohne Di / UT -

Ein junges Mädchen wacht morgens auf, sucht seine Mutter und findet sie schließlich in einer Weinflasche. Sie zerstört die Flasche, um die Mutter zu befreien, aber die springt gleich wieder in die nächste Flasche. Wie kann man jemanden retten, der nicht gerettet werden will?
Regie: Alexandra McGuinness (Lukina), Produktion: Dmitriy Mosiagin, Drehbuch: Alexandra McGuinness (Lukina), Kamera: Alexandra McGuinness (Lukina), Schnitt: Alexandra McGuinness (Lukina), Ton: Alexey Prosvirnin, Musik: Alexey Prosvirnin

Alexandra Lukina ist eine preisgekrönte Animationsregisseurin und Filmemacherin. Die in Moskau geborene Lukina studierte Animationsregie an der VGIK, Russlands größter Filmhochschule. Ihr Abschlussfilm „Like Mother, Like Daughter“ wurde auf internationalen Festivals gezeigt und gewann mehrere Preise. Ihr Debüt-Kurzfilm „The Brave Mother“ wurde weltweit in Kindersendungen ausgestrahlt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Seit ihrem Umzug in die USA im Jahr 2016 arbeitet Alexandra als Animationsregisseurin für EdTech-Unternehmen und entwickelt gleichzeitig weiterhin eigene Projekte.
Mexico / 2025 / Short Film / 22 min
OT Spanish / UT English+German

Alejandra und ihre Großmutter Yolanda leben auf einem abgelegenen Hof inmitten eines Krisengebiets. Der mexikanische Staat hat die Kontrolle über die Region verloren und Drogenkartelle üben gewaltsam Macht aus. Anpassung an die geltenden Regeln ist hier überlebenswichtig: „Wir können niemandem trauen“, sagt Yolanda zu ihrer Enkelin. Sie selbst steckt in einem Dilemma zwischen Vorsicht und Mitmenschlichkeit. Als sie einen verwundeten Soldaten, der von Söldnern gesucht wird, in ihrer Hütte versteckt, geht sie ein hohes Risiko ein. IM KREUZFEUER erfasst die seit rund zwei Jahrzehnten andauernde Gewalt in Mexiko mit schonungslosem Blick.
Regie: Humberto Flores Jáuregui, Produktion: Mónica Velasco, Sergio Martínez Esqueda, Drehbuch: Humberto Flores Jáuregui, Kamera: Bruno Herrera, Schnitt: Manuel Acuña A., Humberto Flores Jáuregui, Ton: Rubí J. Pérez, Rafael Gepe Arcos, Mario Martínez Cobos, Musik: Hermanito

HUMBERTO FLORES JÁUREGUI ist ein mexikanischer Regisseur und Redakteur. Er studierte Kommunikations- und audiovisuelle Kunst an der ITESO in Guadalajara, Jalisco. Sein Kurzfilm Una Turret En Llamas (2025) ist für den 68° Ariel für den Best Fiction Short Film nominiert. Er hatte seine Premiere auf dem Huesca International Film Festival, sowie Vorführungen und Auszeichnungen in Ländern wie Kuba, Spanien, England, Argentinien und Indonesien. Seine bisherige Arbeit, Cinco de Junio (2021), wurde auf dem Tribeca Film Festival gezeigt und erhielt eine besondere Erwähnung auf dem Morelia International Film Festival (FICM). Er war Finalist und erhielt eine besondere Erwähnung beim 24. Nationalen Filmdrehbuchwettbewerb des Guanajuato International Film Festival (GIFF) im Jahr 2026.
Cuba, USA / 2025 / Short Film / 12 min
OT Spanish / UT English+German

NORHEIMSUND ist ein unbedeutender Ort am norwegischen Hardangerfjord, doch für Yaimita, die mit ihrer Mutter auf Kuba in prekären Verhältnissen lebt, ist es ein Traum von Wohlstand. Die Aussicht auf ein besseres Leben durch eine Heirat mit einem älteren Norweger namens Sven schenkt ihr Hoffnung, bis sie zu einer bitteren Erkenntnis gelangt. Flott und wahrhaftig erzählt der Film von einem Prozess der Desillusionierung: Während die Mutter die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichem Gefälle und sexueller Ausbeutung nicht wahrhaben will, begreift Yaimita schließlich, dass sie ihrer Armut kaum entkommen kann
Regie: Ana A. Alpizar, Produktion: Madeline Rose Finkel, Ana A. Alpizar, Drehbuch: Ana A. Alpizar, Kamera: Yuqian Zhang, Schnitt: Ana A. Alpizar, Ton: Denis Colina, Musik: Denis Colina

Ana A. Alpizar ist eine kubanische Regisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin und Cutterin. Als Regisseurin wurden ihre Kurzfilme „Norheimsund“ (2025), „Hapi Berdey Yusimi in Yur Dey“ (2020), „The Fisherman“ (2017) und „El Estreno“ (2014) bei bedeutenden internationalen Filmfestivals ausgewählt, darunter Venedig, Sundance, New Orleans und das Miami Film Festival. Seit 2019 arbeitet sie als Cutterin in den Bereichen Film, Fernsehen und Werbung und hat an mehreren Kurzfilmen mitgewirkt, darunter „Out the Window Through the Wall“, der offiziell für Cannes 2024 ausgewählt wurde. Derzeit absolviert sie einen Master of Fine Arts (MFA) im Fach Film an der NYU Tisch.
Germany / 2025 / Animation / 12 min
OT German / UT English

Eine Welt im Umbruch. Eine Filmemacherin zwischen künstlerischem Schaffen und mütterlicher Verantwortung. Während die Gegenwart von Krisen, Kriegen und ressourcenhungriger KI überschattet wird, eröffnet ein kindlicher Blick einen neuen Zugang zur Wirklichkeit. Zwischen dystopischen Visionen und poetischen Bildern sucht Hope Road nach Hoffnung – und nach einer Art, der Welt zu begegnen, die verloren zu gehen droht.
Regie: Susann Maria Hempel, Produktion: Susann Maria Hempel, Drehbuch: Susann Maria Hempel, Kamera: Susann Maria Hempel, Schnitt: Susann Maria Hempel, Ton: Susann Maria Hempel, Musik: Nils Wogram, Julia Fischer u.a.

Susann Maria Hempel wurde 1983 im thüringischen Greiz geboren. Mit 16 Jahren brach sie die Schule ab und wirkte als Musikerin, Schauspielerin und künstlerische Mitarbeiterin im Performance- und Künstlerkollektiv „Theaterhaus Weimar“. 2001 bis 2009 studierte sie Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar mit Schwerpunkt Kurz- und Experimentalfilm. Als Stipendiatin der Thüringer Kulturstiftung erhielt sie 2012 das „cast&cut“-Kurzfilmstipendium in Hannover. Heute gehört sie zu den erfolgreichsten Experimentalfilmerinnen Deutschlands. Mit ihrem 18-minütigen Animationsfilm „Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen“ gewann sie sieben Preise im In- und Ausland, unter ihnen „Der Deutsche Kurzfilmpreis“ im Jahr 2014 und im Frühjahr 2015 den Grand Prix des Clermont-Ferrand Short Film Festivals, Frankreich.
Austria / 2025 / Short Film / 17 min
OT German / UT English+German

Tamim, ein 70-jähriger Einwanderer, verdient den Lebensunterhalt für seine Familie als Toilettenreiniger in einer Wiener Diskothek. Eines Nachts findet er eine Brieftasche voller Bargeld und Kokain. Statt sie abzugeben, sucht er den Besitzer. Sein eigenständiges Han-deln führt trotz guter Absichten zu Missverständnissen, die seinen Job und seine Integrität gefährden. FOUND&LOST ist ein Film zwischen Drama und Komödie, der Fragen aufwirft. Vor allem: Wie orientiert man sich als Migrant in einer fremden Kultur, ihren Lebensräumen und Spielregeln?
Regie: Reza Rasouli, Produktion: Jakob Serdaroglu, Philip Ivancsics, Reza Rasouli, Drehbuch: Reza Rasouli, Kamera: Konstantin Johann, Schnitt: Jonathan Meiri, Ton: Sound recording: Mathias Edelmann, Alexander Römisch; Sound Design: Ramin Abusedgh, Musik: -

Reza Rasouli, geboren in Mashhad, Iran, ist Regisseur und Drehbuchautor, dessen lebenslange Leidenschaft für Theater und Kino bereits mit seinen ersten Filmprojekten als Kind begann. Seit 2019 lebt und arbeitet er in Österreich. Reza hat einen Bachelor-Abschluss in Regie und absolviert derzeit ein Masterstudium an der Wiener Filmakademie. Seine Kurzfilme wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter Clermont-Ferrand, Palm Springs und Short Shorts. Sein Abschlussfilm „Night of Passage“ gewann unter anderem den Publikumspreis beim Max-Ophüls-Filmfestival.
Germany / 2026 / Documentary / 79 min
OT German / UT English+German

Eine Straßenecke in Berlin-Moabit verändert sich: Aus einem alternden Supermarkt wird eine Baustelle und dann ein Neubau. Regale werden eingeräumt, Wände abgerissen, Pause gemacht und Geld gezählt. Die Menschen, die hier arbeiten, lassen den Ort entstehen. In welcher Beziehung stehen sie zu ihm? Wie bestimmt er die Umstände ihrer Arbeit? Die verschiedenen Versionen des Ortes überlagern sich, es entsteht eine Gleichzeitigkeit von Kühlregal, Baugerüst und Sichtbeton. Mal spielerisch, mal gespenstisch, kommen Wiederholungen zum Vorschein, wie Echos zwischen den Welten. Über einen Zeitraum von fünf Jahren untersucht der Film mit Geduld, Humor und einem liebevollen Blick das Verhältnis zwischen Arbeit und Veränderung am Ort.
Regie: Paul Sonntag, Produktion: Oscar Meyer-Ricks, Judith Frahm, Paul Sonntag, Drehbuch: Paul Sonntag, Kamera: Paul Sonntag, Schnitt: Katrin Ebersohn, Ton: Jan Brett, Musik: Fabian Kalker

Paul Sonntag (*1991 in Berlin) arbeitet als Kameramann und Filmemacher. Seine Kamera-Arbeiten wurden im Rahmen der Berlin Art Week an der Neuen Nationalgalerie, in der Kunsthalle Basel, dem Salzburger Kunstverein sowie dem Toronto International Film Festival Next Wave, den Kurzfilmtagen Winterthur und dem Rencontres Internationales Paris/Berlin gezeigt. Er absolvierte zunächst ein Studium der Architektur und Fotografie in New York, mit Stationen in Prag, Paris und Lagos. 2025 absolvierte er die Diplomprüfungen in Kamera und Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Während seines Studiums war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, Teil der CPH:DOX Academy and Frame Within A Frame Talent des Tallinn Black Nights. NICHTS BLEIBT UND NICHTS VERSCHWINDET, sein Langfilmdebüt, wurde für den Wettbewerb Dokumentarfilm des Max Ophüls Preises Premiere 2026 ausgewählt. Paul lebt und arbeitet in Berlin-Moabit.
United States, France, Ireland, Jordan / 2024 / Documentary / 86 min
OT Armenian / UT English

Der 11 Jahre alte Vrej lebt in einem Dorf in der selbsternannten Republik Arzach. Er träumt davon, Zahnarzt zu werden. Das Leben des Jungen nimmt eine jähe Wendung, als seine Familie durch den ausbrechenden Krieg zur Flucht nach Armenien gezwungen wird. Im Exil wartet Vrej ungeduldig auf den Sieg, doch die Realität sieht anders aus. Nach der Rückkehr in das zerstörte Dorf wird unverzüglich damit begonnen, die junge Generation kriegstüchtig zu machen. Über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet der Film, wie Vrej in Zeiten von Krieg, Flucht und Vertreibung zum Teenager heranwächst. Entstanden ist ein nahbares und eindrucksvolles Porträt eines jungen Menschen in einer von Trauma und Hoffnung geprägten Gemeinschaft.
Regie: Sareen Hairabedian, Produktion: Azza Hourani, Sareen Hairabedian, Drehbuch: Sareen Hairabedian, Kamera: Sareen Hairabedian, Schnitt: Sareen Hairabedian, Raphaëlle Martin-Holger, Ton: Tom Effinger, Musik: Tigran Hamasyan

Sareen Hairabedian, wohnhaft in den USA, ist eine armenisch-jordanische Dokumentarfilmerin. 2023 war sie Stipendiatin des Video Consortium x DOCNYC und Creative Armenia und ist Gründerin der Produktionsfirma HAI Creative. MY SWEET LAND ist ihr Langfilmdebüt.
Austria / 2024 / Short Film / 16 min
OT German / UT English+German

Eine städtische Kleinfamilie strandet in einem Gasthaus auf dem Land, in dem ein junger Mann zum Singen gezwungen wird. Das kleine Mädchen der Familie ist eine stumme Beobachterin. Die Welt vor ihren Augen ist voller Widersprüche. Was sie sieht, ist vertraut und rätselhaft, hässlich und schön, heimatlich und abgründig, böse und herzlich. DIE SÄNGER überträgt eine Geschichte des russischen Literaten Ivan Turgenew aus dem 19. Jahrhundert in die österreichische Gegenwart – mühelos und zauberhaft.
Regie: Fabian Rausch, Zorah Berghammer, Produktion: Maximilian Demets, Drehbuch: Fabian Rausch, Kamera: Zorah Berghammer, Lidija Kumpas, Schnitt: Paul Eckhart, Ton: Sound recording: Lena Zechner; Sound design: Matthias Hafner, Musik: Matthäus Schnöll

Fabian Rausch wurde 1997 geboren. Er arbeitete bei einer Zeitung und studierte Drehbuch und Regie an der Filmakademie in Wien. Zorah Berghammer wurde 1995 in Hamburg geboren. Sie arbeitet als Regieassistentin und Casting-Agentin und studierte Drehbuch in Potsdam und Wien.
France / 2025 / Animation / 7 min
OT Arabic / UT English+German

Beirut, eine geschichtsträchtige Stadt, die jedoch von Konflikten und Urbanisierung bedroht ist. Nour, ein neugieriges junges Mädchen, sammelt Spuren der Vergangenheit, während ihre Mutter, besorgt um ihre Sicherheit, versucht, ihre Tochter vor einer Welt zu schützen, die auf Schritt und Tritt Gefahren birgt.
Regie: Mathilde Nicolas, Emilien Blancquaert, Timothée Adens, Raphaël Debroize, Produktion: Carlos De Carvalho, Drehbuch: Mathilde Nicolas, Axel Raffensdorfer, Kamera: N/A, Schnitt: Mathilde Nicolas, Ton: Mathilde Nicolas, Lucas Verreman, Musik: Firmin Encrenaz, Lucas Verreman, Bachar Mar-Khalifé

Mathilde Nicolas, Emilien Blancquaert, Timothée Adens und Raphaël Debroize haben ihren Abschluss an der Piktura-Schule (Roubaix, Frankreich) gemacht. Im Jahr 2025 führten sie gemeinsam Regie bei dem Kurzfilm „Orange Blossoms“.
Kyrgyzstan, Киргизия / 2025 / Documentary / 19 min
OT Kyrgyz / UT English

In einem abgelegenen Bergdorf Kirgisistans trotzen Kinder und ihre Lehrerin täglich den Herausforderungen eines Lebens in extremer Abgeschiedenheit. Zwischen schneebedeckten Pfaden, langen Schulwegen und den Bedingungen einer rauen Natur entsteht ein Porträt von Kindheit, Bildung und Gemeinschaft. Mit großer Nähe und ruhiger Beobachtung erzählt TOO BALDARY- CHILDREN OF THE MOUNTAINS von Neugier, Widerstandskraft und der Hoffnung auf eine Zukunft, die über die Grenzen der Berge hinausreicht.
Regie: Guliza Abdykamilova, Produktion: Guliza Abdykamilova, Drehbuch: Guliza Abdykamilova, Kamera: Adilet Baktybekov, Schnitt: Adilet Baktybekov, Ton: Ainuska Asanbekova, Musik: -

Guliza Abdykamilova ist Regisseurin und Casting-Direktorin. Sie studierte an der kirgisisch-türkischen „Manas“-Universität im Fachbereich Radio, Fernsehen und Film (Bachelor-Abschluss). Zu ihren Werken zählen der Spielfilm THERAPY (KTMU, 2024, als Casting-Direktorin) und der Dokumentarfilm KOSHOGO (KTMU, 2024, als Regisseurin).
Germany / 2026 / Short Film / 29 min
OT German / UT English+German

Die jugendlichen Draufgänger Erdem und Yasin werfen mit Wasserbomben, der kleine Chihuahua des Boxtrainers Arkan stirbt auf tragische Weise. Können Hunde eigentlich ei-nen Herzinfarkt haben? Diese Frage wird im Viertel bald eifrig diskutiert. HARIKA bedeutet übersetzt so viel wie „wunderbar“ und zeigt das alltägliche Leben in der türkisch-stämmigen Community einer deutschen Kleinstadt. Frei von kausalen Logikzwängen, hei-ter und temporeich, ohne professionelle Schauspieler – dafür voller sympathischer Men-schen, die sich mehr oder weniger selbst spielen.
Regie: Beran Ergün, Produktion: Beran Ergün, Sophie Beckmann, Drehbuch: Beran Ergün, Kamera: David Goralsky, Schnitt: Beran Ergün, Ton: Gürkan Özkaya, Sound Design: Tim Elzer, Musik: David Goralsky

Beran Ergün wurde 1998 in Gelsenkirchen geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Seit 2019 studiert er Zeitbasierte Medien an der Hochschule Mainz mit Schwerpunkt auf Drehbuch und Regie. In seinen Arbeiten verbindet er dokumentarische Beobachtungen mit fiktionaler Inszenierung. Sein erster Kurzfilm NICHT WEIT RAUS wurde 2021 von der Deutschen Filmakademie Produktion gefördert und auf mehreren Filmfestivals gezeigt. Sein Abschlussfilm HARIKA feierte im Januar 2026 beim Filmfestival Max Ophüls Preis Premiere und wurde als bester mittellanger Film ausgezeichnet. Aktuell studiert Beran Ergün im Diplomstudiengang an der Kunsthochschule für Medien Köln und arbeitet an seinem ersten Langfilm. Parallel entwickelt er den dokumentarischen Kurzfilm GEGENGERADE (AT), gefördert von der Medienförderung Rheinland-Pfalz.
Germany / 2025 / Animation / 11 min
OT German / UT English

Dieser Film ist ein Trip. Schnallen Sie sich an, treten Sie ein und willkommen im Kopf des Künstlers und Filmemachers. Hier schwappt eine Welle von Bildern, Tönen, Musiken, Farben, Ideen, Assoziationen über den Zuschauer ... Überforderung pur. Lassen Sie sich ein auf eine Reise in eine vielschichtige Welt …
Regie: Konstantin von Sichart, Produktion: Konstantin von Sichart, Alice Dalgalarrondo, Drehbuch: Konstantin von Sichart, Kamera: Konstantin von Sichart, Schnitt: Henrique Cartaxo, Ton: Christian Obermaier, Musik: Joseph Varschen, Konstantin von Sichart

Konstantin von Sichart ist ein Berliner Künstler, Filmemacher und Musiker. Mit dem Langfilm A Tin Bird’s Song realisierte er 2018 seinen ersten Langfilm und gründete zusammen mit Alice Dalgalarrondo und Irene Pozzi die Produktionsfirma Tannenbaum Films für künstlerische Hybridfilme. Seine Animationen und Kurzfilme laufen international. 2025 ist er mit Gernot Wieland und Carla Ahlander Teil der Berlin Biennale mit der Lecture-Performance Monologue of a Sock.
Poland, - / 2026 / Short Film / 24 min
OT Polish / UT English+German

Eine Barkeeperin wirkt zunächst unnahbar, scheint aber doch nicht ganz unempfänglich für die schüchternen Flirtversuche eines jungen Mannes, der an ihrem Tresen sitzt. Er leiht sich das Motorrad seines Bruders und führt sie aus. Der Bruder schwingt sich aufs Fahrrad und begegnet einem von Hass erfüllten Mann, alt und allein, der meint, sein Land gegen unbefugtes Eindringen verteidigen zu müssen. Eine Reihe von Begegnungen führt unaufhaltsam in eine Katastrophe: WIRAŹ ist ein düsterer Thriller im ländlichen Polen der frühen 2000er Jahre.
Regie: Piotr Szubra, Produktion: Krystyna Doktorowicz, Drehbuch: Piotr Szubra, Kamera: Jakub Kaźmierczak, Schnitt: Kacper Rosiak, Jakub Słoniec, Piotr Szubra, Ton: Oskar Światowski, Musik: Jan Maremnout

Piotr Szubra, geboren am 25. Dezember 1995 in Chorzów, Polen, ist Drehbuchautor, Regisseur und Cutter. Absolvent des Studiengangs Regie an der Krzysztof-Kieślowski-Filmschule der Schlesischen Universität in Katowice, Polen. Außerdem hat er einen Abschluss in Film- und Neuen Medienwissenschaften vom Institut für Audiovisuelle Künste der Jagiellonen-Universität in Krakau (2019). Derzeit arbeitet er am Drehbuch für seinen ersten Spielfilm.
Croatia / 2024 / Animation / 6 min
OT Croatian / UT English+German

Ein Film als Rachekonzept am überbordenden innerstädtischen Individualverkehr. Der Autoverkehr in einem städtischen Wohngebiet bedrängt und belästigt die Einwohner: Autos, Lärm und Gefahren überall. Was kann man tun, als irgendwie jahrelang damit zu leben? Selbst Auto fahren und eins werden mit dem Strom? In der Welt der Filmemacherin gibt es eine einfache Lösung…
Regie: Jelena Oroz, Produktion: Vanja Andrijevic, Drehbuch: Jelena Oroz, Kamera: N/A, Schnitt: Iva Kraljevic, Ton: Josip Klobucar, Musik: Josip Klobucar

Jelena Oroz (1987) schloss ihr Studium an der Kunstakademie in Osijek mit einem Bachelor of Arts in Kunstpädagogik ab. Im Jahr 2014 erwarb sie ihren Master of Arts in Animationsfilm und Neuen Medien an der Akademie der Bildenden Künste in Zagreb, wo sie heute als festangestellte Professorin tätig ist. Jelenas Filme wurden auf zahlreichen Festivals weltweit gezeigt und mit vielen Preisen ausgezeichnet.
Russian Federation / 2025 / Animation / 8 min
OT Russian / UT English+German

Eine Stromleitung wird durch ein Unwetter beschädigt. Unstable connection – kein Strom, kein Handynetz, kein Internet. Ein Mensch begibt sich auf Wanderschaft und erlebt die Dinge abseits der digitalen Pfade: Natur, Menschen, Begegnungen – ununterbrochen. Der Zustand darf so bleiben … ein Traum?
Regie: Daria Shishova, Produktion: Olga Granovskaya, Drehbuch: Daria Shishova, Kamera: -, Schnitt: Daria Shishova, Ton: Artem Fadeev, Musik: Anna Vasilyeva, Sergey Vasiliev

Daria Shishova-Dontsova, Künstlerin und Regisseurin von Animationsfilmen, wurde 1993 in Moskau geboren. Aufgewachsen in einer Familie eines Schriftstellers und Filmemachers, zusammen mit ihrer Schwester und einem Hund. Im Jahr 2018 schloss sie ihr Studium an der nach S. Gerasimov benannten Russischen Staatlichen Universität für Kinematografie (VGIK) als Produktionsdesignerin für Animation ab. Von 2022 bis 2024 studierte sie Animationsregie an der SHAR Studio School. Im Jahr 2025 stellte sie ihren Abschlussfilme fertig und begann mit einem neuen Projekt. Sie liebt es, Animationsworkshops für Kinder zu veranstalten, zu malen, zu reisen, zu tanzen sowie an kreativen Residenzen und Kooperationen teilzunehmen.
Germany / 2026 / Short Film / 14 min
OT German / UT English

Ein unscheinbarer Mann dreht seine Runden in einer unscheinbaren Gegend. Durch die Windschutzscheibe seines Autos fällt der Blick auf gleichförmige Häuser, akkurat gepflegte Hecken, graue Steingärten und gelegentlich andere unscheinbare Menschen. Auf dem Parkplatz eines Discounters hält der Mann schließlich an und beginnt ein immer leidenschaftlicher werdendes Treiben: Er buddelt ein Loch. Und während wir ihn beobachten, stellen sich uns Fragen nach dem Leben in Vororten, nach Landschaft, nach Baukultur und nach Auswegen. Mit satirischem Witz erzählt GRABEN von der Suche nach etwas Echtem in einer fremd gewordenen Welt.
Regie: Joshua Martin, Produktion: Mia ter Horst, Drehbuch: Joshua Martin, Kamera: Tim Semrau, Schnitt: Joshua Martin, Tim Semrau, Ton: Till Bellinghausen, Musik: Till Bellinghausen

Joshua Martin, geboren 1996 in Duisburg, absolvierte ein Filmstudium an der Fachhochschule Dortmund und der ESAD Porto. Er ist als Multimediakünstler, Regisseur und Drehbuchautor tätig und lebt und arbeitet in Dortmund und Köln. Sein Kurzfilm "GRABEN" feierte Premiere auf dem Filmfestival Max-Ophuels-Preis.
Germany, Indonesien, Kongo / 2026 / Documentary / 80 min
OT German / UT German

Daniel Kötter war in den letzten Jahren regelmäßig mit neuen Produktionen bei der Provinziale zu Gast. Für den diesjährigen Film lud er zunächst den indonesischen Instrumentenbauer und Musiker Ikbal Lubys und die kongolesische Journalistin und Frauenrechtlerin Olande Byamungu mit ihren Kindern in die Landschaften seiner eigenen Heimat ein. Die Wälder des Bergischen Lands sind durch Trockenheit und Borkenkäferplagen geschädigt. Im Gegenzug bringen Lubys und Byamungu Kötters Kamera an jene Orte ihrer Heimatländer, wo der Verlust von Wald zu einschneidenden sozialen und politischen Verwerfungen führt. Die Landschaft und ihre sozialen Systeme ändern sich grundlegend. Das dokumentarische Märchen Kukata Miti stellt die Frage: Was macht einen Wald aus? Wen treffen wir dort an, und wie erzählen wir das Verhältnis von menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren neu?
Regie: Daniel Kötter, Produktion: Daniel Kötter, Drehbuch: Daniel Kötter, Kamera: Daniel Kötter, Schnitt: Daniel Kötter, Ton: Daniel Kötter, Musik: Daniel Kötter

Daniel Kötter, geboren 1975 in Bergisch Gladbach, ist ein international tätiger Filmemacher und Musiktheater-Regisseur. Seine Arbeiten changieren zwischen verschiedenen medialen und institutionellen Kontexten und verbinden Techniken des strukturalistischen Experimentalfilms mit performativen und dokumentarischen Elementen. Sie wurden weltweit auf zahlreichen Film- und Videokunstfestivals, in Galerien, Theatern und Konzerthäusern gezeigt. 2017-20 erarbeitete er die Dokumentarfilm-Trilogie „Hashti Tehran“ (2017, 60’), „Desert View“ (2018, 84‘) und „Rift Finfinnee“ (2020, 80‘) über urbane Peripherien in Teheran, Kairo und Addis Abeba. „Hashti Tehran“ gewann den Sonderpreis des Deutschen Kurzfilmpreises, „Rift Finfinnee“ den DEFA Preis bei DOK Leipzig.
Russian Federation / 2024 / Documentary / 80 min
OT Turkish / UT English

Die Nogai sind Nachkommen der Goldenen Horde und leben im südlichen Kaukasus Russ-lands. Einst üppig und grün, verwandelt sich die Nogai-Steppe heute in eine Wüste. Im Herbst zieht eine Gruppe von Männern und Frauen unter der Leitung von Gulfira mit einem alten Bus für mehrere Monate tief in die neue Wüste. Jeden Tag marschieren sie viele Kilo-meter bei eisigem Sandwind und pflanzen Zweige von Juzgun – einem Strauch mit langen Wurzeln, der den Sand aufhalten kann. Später im Jahr heiratet ihr jüngster Sohn. Schließ-lich werden beide Söhne zum Krieg in der Ukraine einberufen. Werden ihre Bemühungen Früchte tragen?
Regie: Tatyana Soboleva, Produktion: Tatyana Soboleva, Drehbuch: Tatyana Soboleva, Danyal Isakaev, Kamera: Nikita Aniskin, Schnitt: Tatyana Soboleva, Tatiana Vihreva, Ton: Victor Mors, Musik: Elmursa Yanukaev

Tatyana Soboleva ist eine russische Filmregisseurin und Produzentin. Sie wurde in Moskau geboren. In den 90er Jahren studierte sie Schauspiel, Philosophie und Kreatives Schreiben an der Literaturuniversität. Im Jahr 2004 schloss sie ihr Studium am Allrussischen Staatlichen Institut für Kinematografie (VGIK) mit einem Abschluss in Filmregie ab. In den letzten Jahren hat sie mehr als 20 Dokumentarfilme gedreht, die erfolgreich an internationalen Filmfestivals teilgenommen und Preise gewonnen haben. Zweimal wurden ihre Filme für den nationalen Filmpreis „Laurel Branch“ nominiert. Von 2012 bis 2016 nahm Tatyana an zahlreichen internationalen Dokumentarfilm-Workshops und Pitching-Veranstaltungen teil, darunter Ex-Oriente (Tschechien), Dragon Forum (Polen) und den Fachveranstaltungen des EDN (Tromsø, Thessaloniki, Baltic Forum). Im Jahr 2017 nahm Tatjana am Programm „Berlinale Talents“ teil. Tatjana ist Geschäftsführerin der Produktionsfirma Dostoevsky Dok und Leiterin der Branchenprogramme des DOKer Moscow IFF.
Denmark / 2026 / Short Film / 25 min
OT Danish / UT English+German

Die letzten Tage eines Familienhofs im ländlichen Dänemark: Ein altes Pferd bekommt den Gnadenschuss, das Grundstück steht kurz vor dem Verkauf. Der stetig hustende Vater ist von Krankheit gezeichnet, doch in der Familie herrscht darüber einvernehmliches Schweigen. Gefühle werden lieber nicht ausgesprochen, Ängste schon gar nicht. Doch ist der Vater nicht der Einzige, der hier nach Luft ringt. VIELLEICHT IM MÄRZ ist ein Film, der keine Kompromisse macht: Ein zermürbend trauriger Abgesang auf eine bäuerliche Existenz, in dem schon das quadratische Bildformat beengend wirkt.
Regie: Mikkel Bjørn Kehlert, Produktion: Sebastian Willum Braae, Drehbuch: Agnes Maagaard, Kamera: Gerda Falk, Schnitt: Anna Wistreich, Ton: Simon Pedersen, Musik: Oskar Krusell, Andreas K. Westmark

Mikkel Bjørn Kehlert wuchs in den Vororten westlich von Kopenhagen auf und dreht seit 2021 Kurzfilme. Derzeit arbeitet er als Regisseur bei Super16. Seine Arbeiten entspringen oft einer stillen inneren Spannung – einer Suche nach Ruhe inmitten emotionaler Unruhe. Er fühlt sich zu Geschichten hingezogen, die in ihrer Form einfach, aber reich an emotionalen Details sind.
Iran, Iran / 2026 / Animation / 12 min
OT ohne Di / UT -

LIKE FRIEND, LIKE DEER erzählt die Geschichte eines Wildhüters, der während einer Konfrontation einen Wilderer tötet. Damit öffnet er den Blick auf das moralische Dilemma zwischen dem Schutz der Natur und den Regeln des menschlichen Miteinanders. In diesem Zwiespalt befinden sich auch jene, die den gesellschaftlichen Normen folgend den Wildhüter seiner Strafe, der Ausweisung aus dem heimatlichen Gebiet, zuführen müssen.
Regie: Malek Eghbali, Produktion: Malek Eghbali, Drehbuch: Malek Eghbali, Kamera: Malek Eghbali, Schnitt: Siavash Kordjan, Ton: Ramin Abousedgh, Musik: Payam Azadi

Malek Eghbali ist ein iranischer bildender Künstler der Malerei und Fotografie. In letzter Zeit hat er sich auf visuelles Storytelling und experimentelle Animation konzentriert. „Like Friend, Like Deer“ ist sein erstes professionelles Animationsprojekt.
Brazil / 2025 / Documentary / 25 min
OT Portuguese / UT English

Mukuná ist ein Bewohner des Dorfes Potiguara Katu. Das liegt in den Resten des atlantischen brasilianischen Urwalds, der von der UNESCO als Biosphärenreservat geschützt ist. Mit den Gesängen und Rhythmen seiner Vorfahren wird Mukuná in die spirituellen Riten als Schamane eingeführt. Außerdem lernt er den sorgsamen Umgang mit der Natur und seiner Umgebung. Gleichzeitig zeigt der Film die prekäre Lage auf, in der sich die indigenen Völker Brasiliens, aufgrund der massiven Abholzungen befinden.
Regie: Rodrigo Sena, Produktion: Arlindo Bezerra, Clarisse Kubrusly e Regiane Lima, Drehbuch: Rodrigo Sena e Manoel Batista, Kamera: Rodrigo Sena, Schnitt: Yuri Amaral, Ton: Jota Marcianoa, Musik: Jota Marcianoa

Rodrigo Sena ist ein preisgekrönter Regisseur, bekannt für seine Kurzfilme „O Menino do Dente de Ouro“ (Der Junge mit dem goldenen Zahn), der bei der Mostra de Gostoso ausgezeichnet wurde, sowie „Cuscuz Peitinho“ (Couscous mit der kleinen Brust), der beim Vitória Film Festival ausgezeichnet wurde, sowie für „A Tradicional Família Brasileira Katu“ (Die traditionelle brasilianische Familie Katu), der beim Brasília Film Festival ausgezeichnet wurde. Er schrieb das Drehbuch, führte Regie und war Kameramann bei „Encantarias“, einer dreiteiligen Fernsehserie, und arbeitet derzeit an seinem ersten Spielfilm.
Russian Federation, Spain / 2026 / Short Film / 19 min
OT Sami / UT English+German

Die Mutter steht für weltlichen Pragmatismus, die Großmutter beharrt auf altem Glauben. Im Leben der Teenagerin Nina gibt es konträre Einflüsse. Sie geht zur Schule und hilft bei der Hofarbeit, doch in ihren Gedanken und Träumen ist sie woanders. Sie ist fasziniert von alten Felsmalereien, untersucht die Spuren der Vergangenheit, die Kultur ihrer Vorfahren, alte Traditionen, religiöse Mythen. NINAS TRÄUME spielt auf der Halbinsel Kola im Nord-westen Russlands und gewährt Einblicke in die Kultur der Sami.
Regie: Diana Belova, Produktion: Diana Belova, Yanina Kostitsyna, Alexey Belov, Drehbuch: Diana Belova, Kamera: Grigory Rozanov, Schnitt: Alexey Belov, Diana Belova, Ton: Alexander Vanyukov, Musik: folk song

Diana Belova ist Filmregisseurin und Drehbuchautorin. Geboren in Murmansk. Erwarb ein Diplom als Konstrukteurin und absolvierte zudem die Hochschule für Filmregisseure und Drehbuchautoren am Lenfilm-Studio. Sie stand 12 Jahre lang auf der Bühne, inszenierte das Theaterstück „Der Kirschgarten“ und widmete sich weiterhin der Filmregie. Teilnehmerin und Preisträgerin nationaler und internationaler Filmfestivals. Ihre Werke sind von der Kultur des Nordens und von Volksmythen inspiriert und widmen sich Themen wie der Suche nach Identität, der Überwindung von Grenzen und der Auseinandersetzung von Vergangenheit und Gegenwart.
Germany / 2026 / Documentary / 29 min
OT German / UT English

Am Stadtrand von Lüdenscheid führt Sandra Manß die Autoverwertung ihres Vaters fort. Ein Ort, an dem nicht nur ausrangierte Fahrzeugteile neue Besitzer finden, sondern auch Menschen, Arbeit und Halt. Ihre Mitarbeiter Holger, Markus und Kevin, die auf dem regulären Arbeitsmarkt wenig Chancen hätten, bilden zusammen mit Sandra eine kleine Utopie. Demontage – treffender hätte ein Filmtitel nicht sein können- besticht mit seinen nüchternen Bildern und zeigt ohne weiteren Kommentar authentisch eine verschwindende Lebensrealität.
Regie: Leonard Mann, Produktion: Academy of Media Arts Cologne/Leonard Mann, Drehbuch: Leonard Mann, Kamera: Felix von Klitzing, Schnitt: Justus Hanfland, Ton: Sounddesign: Frederic Hellmann, Musik: -

Leonard Mann ist Dokumentarfilmer. Bereits während seines Bachelorstudiums im Kommunikationsdesign an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf spezialisierte er sich auf dokumentarische Erzählformen. Aktuell studiert er Dokumentarfilmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln. In seinen Filmen geht er enge Beziehungen zu seinen Protagonist:innen ein und schafft offene, gleichberechtigte und intime Räume. Seine Arbeiten entstehen häufig in kleinen Teams, wobei er oft selbst die Kamera übernimmt. Neben seinen eigenen Projekten arbeitet er gelegentlich als freier Mitarbeiter für Fernsehproduktionen. Sein Dokumentarfilm Der mit dem Krokodil tanzt lief auf zahlreichen Filmfestivals, gewann in Leipzig (kurzsuechtig) den Publikumspreis und wurde für den Deutscher Kurzfilmpreis shortgelistet. Leonard Mann ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er lebt und arbeitet in Köln.
France / 2025 / Documentary / 54 min
OT Russian / UT English

Mit dem Zusammenbruch und Zerfall der Sowjetunion 1991 zerbrach für viele Bewohner auch ihre Welt. In ihren Garagengemeinschaften überleben die „Garagniki“ (гаражники) diese Apokalypse und die damit verbundene Wirtschaftskrise. Neue Subkulturen und Netzwerke entstanden, andere Formen des Wirtschaftens bildeten sich heraus, hatten Erfolg und verfestigten sich. Eine informelle Ökonomie des Reparierens, Produzierens, Verpflegens und gemeinschaftlichen Zeitverbringens entstand. Doch im Jahr 2018 passt dies nicht in die Sichtachsen Moskaus im Russland unter Putin, die Freiräume sind auf einmal bedroht. Der Film führt zurück in den historischen Untergrund eines parallelen, wundersamen Russlands.
Regie: Stany CAMBOT, Produktion: Les Films Déplanifés, Echelle Inconnue, Leitmotiv Production, Drehbuch: Stany CAMBOT, Kamera: Stany CAMBOT, Schnitt: Rodolphe MOLLA, Bernard SASIA, Ton: Jules WYSOCKI, Musik: none

Stany Cambot ist Architekt, bildender Künstler, Bühnenbildner und Regisseur. Zunächst arbeitete er bei „La Parole Errante“ mit dem Dramatiker Armand Gatti zusammen. 1998 gründete er dann die Gruppe „Echelle Inconnue“, mit der er künstlerische Arbeiten und Experimente rund um zerstörte Städte und Gebiete realisierte, mehrere Videoinstallationen und digitale Werke schuf sowie Kurzfilme über die mobile Stadt in Frankreich, Algerien, Moldawien und Russland drehte. Er ist Autor und Regisseur der Dokumentarfilme „Blouma“ (2019) und „L’Apocalypse a déjà eu lieu“ (2025). Parallel dazu arbeitet er an verschiedenen akademischen und fachspezifischen Publikationen mit. Er ist Autor des Buches „Villes nomades, histoires clandestines de la modernité“, das im Verlag Éditions Eterotopia erschienen ist.
France, Cambodia / 2026 / Documentary / 103 min
OT Cambodian / UT English

Neang ist eine indigene Frau im Nordosten Kambodschas, deren Dorf durch einen Staudamm für ein Wasserkraftwerk geflutet wurde. Die Bewohner bekommen einen neuen Siedlungsplatz zugewiesen, aber kaum hat man sich einigermaßen eingerichtet, machen industrielle Verwertungsinteressen den Menschen ihr Land erneut streitig. Die Auseinan-dersetzungen, in die sich Neang nun gestellt sieht, sind vielschichtig. Während das alte Dorf bereits im Wasser steht, geraten der Zusammenhalt von Gemeinschaft und Familie sowie ihre erdverbundene Lebensweise unter Druck.
Regie: Polen Ly, Produktion: Lucas Sénécaut, Drehbuch: Polen Ly, Kamera: Polen Ly, Schnitt: Penda Houzangbé & Jack Atmore, Ton: Polen Ly, Musik: None

Polen Ly ist ein autodidaktischer Filmemacher, der in Kambodscha lebt. Polens künstlerisches Schaffen ist in sozialen Themen und der Natur verwurzelt, während sich sein Erzählstil oft durch verschiedene visuelle Mittel und Metaphern ausdrückt. Einige seiner Filme fanden auf internationalen Filmfestivals Anerkennung, darunter beim Tropfest SEA in Malaysia, wo sein Kurzfilm „Colourful Knots“ den ersten Preis gewann. Im folgenden Jahr wurde Polen als „Director Fellow“ an der Asian Film Academy in Busan, Korea, ausgewählt. Im Jahr 2021 gewann sein Kurzdokumentarfilm „Side By Side“ den „Jugendjurypreis“ beim Open Door des Internationalen Filmfestivals von Locarno. Sein neuester Kurzspielfilm, „Further And Further Away“, feierte 2022 auf der Berlinale seine Premiere und wurde beim Palm Springs International Film Festival Shortfest als „Bester Live-Action-Kurzfilm über 15 Minuten“ ausgezeichnet.
China / 2025 / Short Film / 30 min
OT Chinese / UT English+German

Innerhalb der koreanischen Bevölkerung Chinas ist es üblich, sich von den Toten auf dem Wasser zu verabschieden. Über das weite Blau sollen die Seelen der Verstorbenen in die Heimat zurückkehren. Doch was ist Heimat eigentlich? Eine junge Frau, die in die USA gezogen ist, kehrt für die Bestattung ihrer Großmutter zurück an den Ort ihres Aufwachsens und fühlt sich dort fremd. Auch die Beziehung zu ihrer Mutter hat sich durch ihr Fortgehen verändert. Bedingungslose Liebe, aber auch gegenseitiges Unverständnis bestimmt ihr Zusammensein. Mit sanfter Melancholie erzählt BORA von der Entfremdung der Generationen und dem Verlust kultureller Wurzeln.
Regie: Qian Li, Produktion: Chenchen Lin, Drehbuch: Qian Li, Kamera: Zisheng Zhou, Schnitt: Binghan Li, Qian Li, Ton: Xinyi Jiang, Yini Li, Yaxuan Wen, Musik: Siyang Shen

Qian Li ist in China geboren und aufgewachsen und eine zweisprachige Drehbuchautorin und Regisseurin, die mehrere preisgekrönte Kurzfilme gedreht hat, die die Grenze zwischen Fiktion und Realität überschreiten. Sie beschäftigt sich gerne mit einer tieferen Wahrnehmung unseres Alltags – durch Geschichten über Mutter-Tochter-Beziehungen, die Suche nach Zugehörigkeit und die stillen, unbehaglichen Momente dazwischen. Qian hat einen M.F.A. in Narrativer Filmregie von der Beijing Film Academy in China und einen B.A. in Film und Englisch vom Middlebury College in den USA. Außerdem studierte sie als Austauschstudentin am Dodge College of Film and Media Arts der Chapman University in den USA.
France / 2025 / Animation / 7 min
OT ohne Di / UT -

Das Meer klopft an die Tür eines Fischpräparators, zieht sich wieder zurück und weil niemand öffnet, dringt es langsam in eine Welt ein, in der Vergangenes sorgsam konserviert wird. Während draußen das Wasser steigt, gerät auch das achtsam Bewahrte ins Wanken. Eine traumwandlerische Animation über die Vergänglichkeit und die Kunst, loszulassen.
Regie: Léa Deprez, Pierre-Luis Bordes, Elliot Desmarets, Jeanne Finet, Produktion: Rudy Turkovics, Drehbuch: Pierre-Luis Bordes, Kamera: N/A, Schnitt: Pierre-Luis Bordes, Elliot Desmarets, Ton: Léa Deprez, Pierre-Luis Bordes, Musik: Basile Andrieu

Léa Deprez, Pierre-Luis Bordes, Elliot Desmarets und Jeanne Finet haben 2025 ihren Abschluss an der ÉcolePiktura in Roubaix gemacht. Gemeinsam haben sie den Film AU GRÉ DE L'IODE gedreht.
Greece / 2025 / Short Film / 20 min
OT Greek / UT English+German

Spuren einer Umweltkatastrophe, Bilder von Tod und Verfall, leere Straßen und Häuserrui-nen: Eine trostlose Umgebung, die trotzdem auch Heimat ist. LAST TROPICS handelt von einer Frau und zwei Männern – den letzten Verbliebenen in einem vom Militär abgeriegel-ten Küstendorf. Das junge Trio hält sich mit fragwürdigen Methoden der Fischerei über Wasser, im Licht der Sonne sind ihre Körper von merkwürdigen Narben übersät. Schließlich stellt eine Krankheit das Überleben der kleinen Gemeinschaft in Frage. Aus Griechenland erreicht uns eine bildstarke und metaphernreiche Allegorie über unser Verhältnis zur Natur.
Regie: Thanasis Trouboukis, Produktion: Annabelle Aronis, Thanasis Trouboukis, Drehbuch: Thanasis Trouboukis, Kamera: Konstantinos Koukoulios, Schnitt: Yannis Chalkiadakis, Ton: Daphne Farazi, Nikos Linardopoulos, Musik: Costis Kontos, Regressverbot - Drive to Dive (Edit)

Thanasis Trouboukis beschäftigt sich im Kino mit der fließenden Grenze zwischen Fiktion und Dokumentation. Seine Arbeiten setzen sich mit Erinnerung, Realität, Träumen und der Mehrdeutigkeit zwischen diesen Themen auseinander. Er ist Absolvent des Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains in Frankreich. Seine Kurzfilme wurden von zahlreichen Festivals ausgewählt, darunter das ISFF Oberhausen, das Sarajevo FF, das Palm Springs IFF, das Hong Kong IFF, CPH:DOX, Vienna Shorts, das Encounters FF und das Montréal Festival du Nouveau Cinéma. Derzeit entwickelt er sein Regiedebüt in Spielfilmlänge, unterstützt vom Greek Film Centre (GFC), Onassis Culture und dem Centre national du cinéma et de l'image animée (CNC).
Russian Federation, - / 2025 / Documentary / 26 min
OT Russian / UT English

Wir begleiten Lelya, Yulia und Natalya, drei ältere Schwester des indigenen Volkes der Udege in der Taiga Russlands, in ihrem dörflichen Alltag beim Fischen, Pilze sammeln und gemeinsamen Singen traditioneller Gesänge. In schönen Bildern und mit einer Prise Humor verdeutlicht die kurzweilige Doku das Schwinden der Kultur der ethnischen Minderheit der Udege, einem einstigen Jägervolk. Und erinnert uns daran, im lauten Mainstream und Alltag auch das weniger Sichtbare zu schätzen und zu wahren.
Regie: Lolita Ismailova, Produktion: Svetlana Dalskaya, Drehbuch: Lolita Ismailova, Kamera: Korney Belykh, Schnitt: Lolita Ismailova, Ton: Alexander Lanetsky, Musik: -

Lolita Ismailova (geb. 1999 in St. Petersburg) ist eine russische Dokumentarfilmregisseurin und Schauspielerin. Abschluss im Jahr 2021 am I.D. Kobzon Institut für Theaterkunst in Moskau (Fachrichtung Theater- und Kinoschauspiel).Regieausbildung: Parallel dazu absolvierte sie verschiedene Filmschulen und Workshops mit dem Schwerpunkt auf non-fiktionalem Film und Dokumentarregie. THREE SISTERS ist ihr Regiedebüt.
Syria, Italien / 2025 / Documentary / 97 min
OT Arabic / UT German

In den syrischen Qalamun-Bergen, mit Blick auf die weite Wüste, erhebt sich das alte christ-liche Kloster Mar Musa. Die hier lebende Ordensgemeinschaft ist darum bemüht, den Dia-log zwischen Christen und Muslimen in einer von religiösen Spannungen zerrütteten Regi-on wiederzubeleben. Der Film erzählt die Geschichte des Krieges in Syrien und der Zeit eines fragilen Friedens aus der Perspektive dieser Gemeinschaft. In einer einfühlsamen, beobachtenden Erzähl-weise geht er der Frage nach, wie es nach einem solch verheerenden Krieg weitergehen und welche Rolle ein liebender Glauben beim Wiederaufbau einer Gesellschaft spielen kann, die von tiefem Misstrauen und Verwüstung geprägt ist. Kann Religion helfen, die Wunden zu heilen?
Regie: Shahab Kermani, Produktion: Markéta Polednová, Shahab Kermani, Drehbuch: Shahab Kermani, Kamera: Shahab Kermani, Schnitt: Shahab Kermani, Elisabeth Rassbach, Nicole Schmeier, Ton: Janis Ahnert, Musik: Shahab Kermani, Tom Rieder

Shahab Kermani, 1988 in Deutschland als Sohn iranischer Eltern geboren, studierte Zeitbasierte Medien an der FH Mainz (Bachelor of Arts) und schloss sein Diplom an der Kunsthochschule für Medien Köln ab. Neben Kurz- und Experimentalfilmen realisierte er einen szenischen sowie vier abendfüllende Dokumentarfilme, die in sieben Ländern entstanden.