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Kurzspielfilm

Samstag, 10. Oktober, 20 Uhr // BLOCK 2

DIE LETZTEN MENSCHEN / THE LAST PEOPLE

Austria / 2025 / Short Film / 25 min
OT German / UT English+German

DIE LETZTEN MENSCHEN / THE LAST PEOPLE

Tief im österreichischen Hinterland arbeitet der schweigsame Lenz in einer mäßig besuchten Kneipe, in der die Zeit vor zwanzig oder dreißig Jahren stehengeblieben zu sein scheint. Sein Kumpel Fabian prügelt einen Kontrahenten bei einer Schlägerei ins Krankenhaus. Die Kellnerin Carina, in die Lenz heimlich verliebt ist, träumt von einer Zukunft in Wien oder New York. Lenz wäre mit stabilen Verhältnissen eigentlich schon zufrieden. Doch irgendwann muss er einsehen: Der Wandel der Zeit verläuft im Dorf zwar langsamer, lässt sich aber am Ende nicht aufhalten. DIE LETZTEN MENSCHEN ist ein stilles Drama in schönem Schwarz-Weiß.

Regie: Nicolás Pindeus, Produktion: Alisa Frischholz & Melvyn Zeyns, Drehbuch: Nicolás Pindeus, Kamera: Lukas Allmaier, Schnitt: Maria Lisa Pichler, Ton: Sound recording: Marius Mertens; Sound design: Alexander Siegl, Musik: -

Nicolás Pindeus

Nicolás Pindeus, geboren 1993 in Wien, ist ein österreichischer Drehbuchautor und Regisseur. Er schloss sein Philosophiestudium ab und studierte Regie an der Filmakademie Wien in der Klasse von Michael Haneke. Seine Kurzfilme wurden auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Für „Life between the Exit Signs“ wurde er bei der Diagonale 2019 mit dem Preis für den besten Newcomer ausgezeichnet.

Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr // BLOCK 3

UNA TORRETA EN LLAMAS / A BURNING TURRET / IM KREUZFEUER

Mexico / 2025 / Short Film / 22 min
OT Spanish / UT English+German

UNA TORRETA EN LLAMAS / A BURNING TURRET / IM KREUZFEUER

Alejandra und ihre Großmutter Yolanda leben auf einem abgelegenen Hof inmitten eines Krisengebiets. Der mexikanische Staat hat die Kontrolle über die Region verloren und Drogenkartelle üben gewaltsam Macht aus. Anpassung an die geltenden Regeln ist hier überlebenswichtig: „Wir können niemandem trauen“, sagt Yolanda zu ihrer Enkelin. Sie selbst steckt in einem Dilemma zwischen Vorsicht und Mitmenschlichkeit. Als sie einen verwundeten Soldaten, der von Söldnern gesucht wird, in ihrer Hütte versteckt, geht sie ein hohes Risiko ein. IM KREUZFEUER erfasst die seit rund zwei Jahrzehnten andauernde Gewalt in Mexiko mit schonungslosem Blick.

Regie: Humberto Flores Jáuregui, Produktion: Mónica Velasco, Sergio Martínez Esqueda, Drehbuch: Humberto Flores Jáuregui, Kamera: Bruno Herrera, Schnitt: Manuel Acuña A., Humberto Flores Jáuregui, Ton: Rubí J. Pérez, Rafael Gepe Arcos, Mario Martínez Cobos, Musik: Hermanito

Humberto Flores Jáuregui

HUMBERTO FLORES JÁUREGUI ist ein mexikanischer Regisseur und Redakteur. Er studierte Kommunikations- und audiovisuelle Kunst an der ITESO in Guadalajara, Jalisco. Sein Kurzfilm Una Turret En Llamas (2025) ist für den 68° Ariel für den Best Fiction Short Film nominiert. Er hatte seine Premiere auf dem Huesca International Film Festival, sowie Vorführungen und Auszeichnungen in Ländern wie Kuba, Spanien, England, Argentinien und Indonesien. Seine bisherige Arbeit, Cinco de Junio (2021), wurde auf dem Tribeca Film Festival gezeigt und erhielt eine besondere Erwähnung auf dem Morelia International Film Festival (FICM). Er war Finalist und erhielt eine besondere Erwähnung beim 24. Nationalen Filmdrehbuchwettbewerb des Guanajuato International Film Festival (GIFF) im Jahr 2026.

Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr // BLOCK 3

NORHEIMSUND

Cuba, USA / 2025 / Short Film / 12 min
OT Spanish / UT English+German

NORHEIMSUND

NORHEIMSUND ist ein unbedeutender Ort am norwegischen Hardangerfjord, doch für Yaimita, die mit ihrer Mutter auf Kuba in prekären Verhältnissen lebt, ist es ein Traum von Wohlstand. Die Aussicht auf ein besseres Leben durch eine Heirat mit einem älteren Norweger namens Sven schenkt ihr Hoffnung, bis sie zu einer bitteren Erkenntnis gelangt. Flott und wahrhaftig erzählt der Film von einem Prozess der Desillusionierung: Während die Mutter die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichem Gefälle und sexueller Ausbeutung nicht wahrhaben will, begreift Yaimita schließlich, dass sie ihrer Armut kaum entkommen kann

Regie: Ana A. Alpizar, Produktion: Madeline Rose Finkel, Ana A. Alpizar, Drehbuch: Ana A. Alpizar, Kamera: Yuqian Zhang, Schnitt: Ana A. Alpizar, Ton: Denis Colina, Musik: Denis Colina

Ana A. Alpizar

Ana A. Alpizar ist eine kubanische Regisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin und Cutterin. Als Regisseurin wurden ihre Kurzfilme „Norheimsund“ (2025), „Hapi Berdey Yusimi in Yur Dey“ (2020), „The Fisherman“ (2017) und „El Estreno“ (2014) bei bedeutenden internationalen Filmfestivals ausgewählt, darunter Venedig, Sundance, New Orleans und das Miami Film Festival. Seit 2019 arbeitet sie als Cutterin in den Bereichen Film, Fernsehen und Werbung und hat an mehreren Kurzfilmen mitgewirkt, darunter „Out the Window Through the Wall“, der offiziell für Cannes 2024 ausgewählt wurde. Derzeit absolviert sie einen Master of Fine Arts (MFA) im Fach Film an der NYU Tisch.

Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr // BLOCK 3

FOUND&LOST

Austria / 2025 / Short Film / 17 min
OT German / UT English+German

FOUND&LOST

Tamim, ein 70-jähriger Einwanderer, verdient den Lebensunterhalt für seine Familie als Toilettenreiniger in einer Wiener Diskothek. Eines Nachts findet er eine Brieftasche voller Bargeld und Kokain. Statt sie abzugeben, sucht er den Besitzer. Sein eigenständiges Han-deln führt trotz guter Absichten zu Missverständnissen, die seinen Job und seine Integrität gefährden. FOUND&LOST ist ein Film zwischen Drama und Komödie, der Fragen aufwirft. Vor allem: Wie orientiert man sich als Migrant in einer fremden Kultur, ihren Lebensräumen und Spielregeln?

Regie: Reza Rasouli, Produktion: Jakob Serdaroglu, Philip Ivancsics, Reza Rasouli, Drehbuch: Reza Rasouli, Kamera: Konstantin Johann, Schnitt: Jonathan Meiri, Ton: Sound recording: Mathias Edelmann, Alexander Römisch; Sound Design: Ramin Abusedgh, Musik: -

Reza Rasouli

Reza Rasouli, geboren in Mashhad, Iran, ist Regisseur und Drehbuchautor, dessen lebenslange Leidenschaft für Theater und Kino bereits mit seinen ersten Filmprojekten als Kind begann. Seit 2019 lebt und arbeitet er in Österreich. Reza hat einen Bachelor-Abschluss in Regie und absolviert derzeit ein Masterstudium an der Wiener Filmakademie. Seine Kurzfilme wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter Clermont-Ferrand, Palm Springs und Short Shorts. Sein Abschlussfilm „Night of Passage“ gewann unter anderem den Publikumspreis beim Max-Ophüls-Filmfestival.

Montag, 12. Oktober, 20 Uhr // BLOCK 6

DIE SÄNGER / THE SINGERS

Austria / 2024 / Short Film / 16 min
OT German / UT English+German

DIE SÄNGER / THE SINGERS

Eine städtische Kleinfamilie strandet in einem Gasthaus auf dem Land, in dem ein junger Mann zum Singen gezwungen wird. Das kleine Mädchen der Familie ist eine stumme Beobachterin. Die Welt vor ihren Augen ist voller Widersprüche. Was sie sieht, ist vertraut und rätselhaft, hässlich und schön, heimatlich und abgründig, böse und herzlich. DIE SÄNGER überträgt eine Geschichte des russischen Literaten Ivan Turgenew aus dem 19. Jahrhundert in die österreichische Gegenwart – mühelos und zauberhaft.

Regie: Fabian Rausch, Zorah Berghammer, Produktion: Maximilian Demets, Drehbuch: Fabian Rausch, Kamera: Zorah Berghammer, Lidija Kumpas, Schnitt: Paul Eckhart, Ton: Sound recording: Lena Zechner; Sound design: Matthias Hafner, Musik: Matthäus Schnöll

Fabian Rausch, Zorah Berghammer

Fabian Rausch wurde 1997 geboren. Er arbeitete bei einer Zeitung und studierte Drehbuch und Regie an der Filmakademie in Wien. Zorah Berghammer wurde 1995 in Hamburg geboren. Sie arbeitet als Regieassistentin und Casting-Agentin und studierte Drehbuch in Potsdam und Wien.

Montag, 12. Oktober, 20 Uhr // BLOCK 6

HARIKA

Germany / 2026 / Short Film / 29 min
OT German / UT English+German

HARIKA

Die jugendlichen Draufgänger Erdem und Yasin werfen mit Wasserbomben, der kleine Chihuahua des Boxtrainers Arkan stirbt auf tragische Weise. Können Hunde eigentlich ei-nen Herzinfarkt haben? Diese Frage wird im Viertel bald eifrig diskutiert. HARIKA bedeutet übersetzt so viel wie „wunderbar“ und zeigt das alltägliche Leben in der türkisch-stämmigen Community einer deutschen Kleinstadt. Frei von kausalen Logikzwängen, hei-ter und temporeich, ohne professionelle Schauspieler – dafür voller sympathischer Men-schen, die sich mehr oder weniger selbst spielen.

Regie: Beran Ergün, Produktion: Beran Ergün, Sophie Beckmann, Drehbuch: Beran Ergün, Kamera: David Goralsky, Schnitt: Beran Ergün, Ton: Gürkan Özkaya, Sound Design: Tim Elzer, Musik: David Goralsky

Beran Ergün

Beran Ergün wurde 1998 in Gelsenkirchen geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Seit 2019 studiert er Zeitbasierte Medien an der Hochschule Mainz mit Schwerpunkt auf Drehbuch und Regie. In seinen Arbeiten verbindet er dokumentarische Beobachtungen mit fiktionaler Inszenierung. Sein erster Kurzfilm NICHT WEIT RAUS wurde 2021 von der Deutschen Filmakademie Produktion gefördert und auf mehreren Filmfestivals gezeigt. Sein Abschlussfilm HARIKA feierte im Januar 2026 beim Filmfestival Max Ophüls Preis Premiere und wurde als bester mittellanger Film ausgezeichnet. Aktuell studiert Beran Ergün im Diplomstudiengang an der Kunsthochschule für Medien Köln und arbeitet an seinem ersten Langfilm. Parallel entwickelt er den dokumentarischen Kurzfilm GEGENGERADE (AT), gefördert von der Medienförderung Rheinland-Pfalz.

Dienstag, 13. Oktober, 18 Uhr // BLOCK 7

WIRAŹ / THE DOGLEG / STEILKURVE

Poland, - / 2026 / Short Film / 24 min
OT Polish / UT English+German

WIRAŹ / THE DOGLEG / STEILKURVE

Eine Barkeeperin wirkt zunächst unnahbar, scheint aber doch nicht ganz unempfänglich für die schüchternen Flirtversuche eines jungen Mannes, der an ihrem Tresen sitzt. Er leiht sich das Motorrad seines Bruders und führt sie aus. Der Bruder schwingt sich aufs Fahrrad und begegnet einem von Hass erfüllten Mann, alt und allein, der meint, sein Land gegen unbefugtes Eindringen verteidigen zu müssen. Eine Reihe von Begegnungen führt unaufhaltsam in eine Katastrophe: WIRAŹ ist ein düsterer Thriller im ländlichen Polen der frühen 2000er Jahre.

Regie: Piotr Szubra, Produktion: Krystyna Doktorowicz, Drehbuch: Piotr Szubra, Kamera: Jakub Kaźmierczak, Schnitt: Kacper Rosiak, Jakub Słoniec, Piotr Szubra, Ton: Oskar Światowski, Musik: Jan Maremnout

Piotr Szubra

Piotr Szubra, geboren am 25. Dezember 1995 in Chorzów, Polen, ist Drehbuchautor, Regisseur und Cutter. Absolvent des Studiengangs Regie an der Krzysztof-Kieślowski-Filmschule der Schlesischen Universität in Katowice, Polen. Außerdem hat er einen Abschluss in Film- und Neuen Medienwissenschaften vom Institut für Audiovisuelle Künste der Jagiellonen-Universität in Krakau (2019). Derzeit arbeitet er am Drehbuch für seinen ersten Spielfilm.

Dienstag, 13. Oktober, 18 Uhr // BLOCK 7

GRABEN / DIGGING

Germany / 2026 / Short Film / 14 min
OT German / UT English

GRABEN / DIGGING

Ein unscheinbarer Mann dreht seine Runden in einer unscheinbaren Gegend. Durch die Windschutzscheibe seines Autos fällt der Blick auf gleichförmige Häuser, akkurat gepflegte Hecken, graue Steingärten und gelegentlich andere unscheinbare Menschen. Auf dem Parkplatz eines Discounters hält der Mann schließlich an und beginnt ein immer leidenschaftlicher werdendes Treiben: Er buddelt ein Loch. Und während wir ihn beobachten, stellen sich uns Fragen nach dem Leben in Vororten, nach Landschaft, nach Baukultur und nach Auswegen. Mit satirischem Witz erzählt GRABEN von der Suche nach etwas Echtem in einer fremd gewordenen Welt.

Regie: Joshua Martin, Produktion: Mia ter Horst, Drehbuch: Joshua Martin, Kamera: Tim Semrau, Schnitt: Joshua Martin, Tim Semrau, Ton: Till Bellinghausen, Musik: Till Bellinghausen

Joshua Martin

Joshua Martin, geboren 1996 in Duisburg, absolvierte ein Filmstudium an der Fachhochschule Dortmund und der ESAD Porto. Er ist als Multimediakünstler, Regisseur und Drehbuchautor tätig und lebt und arbeitet in Dortmund und Köln. Sein Kurzfilm "GRABEN" feierte Premiere auf dem Filmfestival Max-Ophuels-Preis.

Mittwoch, 14. Oktober, 20 Uhr // BLOCK 10

MÅSKE I MARTS / MAYBE IN MARCH / VIELLEICHT IM MÄRZ

Denmark / 2026 / Short Film / 25 min
OT Danish / UT English+German

MÅSKE I MARTS / MAYBE IN MARCH / VIELLEICHT IM MÄRZ

Die letzten Tage eines Familienhofs im ländlichen Dänemark: Ein altes Pferd bekommt den Gnadenschuss, das Grundstück steht kurz vor dem Verkauf. Der stetig hustende Vater ist von Krankheit gezeichnet, doch in der Familie herrscht darüber einvernehmliches Schweigen. Gefühle werden lieber nicht ausgesprochen, Ängste schon gar nicht. Doch ist der Vater nicht der Einzige, der hier nach Luft ringt. VIELLEICHT IM MÄRZ ist ein Film, der keine Kompromisse macht: Ein zermürbend trauriger Abgesang auf eine bäuerliche Existenz, in dem schon das quadratische Bildformat beengend wirkt.

Regie: Mikkel Bjørn Kehlert, Produktion: Sebastian Willum Braae, Drehbuch: Agnes Maagaard, Kamera: Gerda Falk, Schnitt: Anna Wistreich, Ton: Simon Pedersen, Musik: Oskar Krusell, Andreas K. Westmark

Mikkel Bjørn Kehlert

Mikkel Bjørn Kehlert wuchs in den Vororten westlich von Kopenhagen auf und dreht seit 2021 Kurzfilme. Derzeit arbeitet er als Regisseur bei Super16. Seine Arbeiten entspringen oft einer stillen inneren Spannung – einer Suche nach Ruhe inmitten emotionaler Unruhe. Er fühlt sich zu Geschichten hingezogen, die in ihrer Form einfach, aber reich an emotionalen Details sind.

Mittwoch, 14. Oktober, 20 Uhr // BLOCK 10

SNY NINY / NINA’S DREAMS / NINAS TRÄUME

Russian Federation, Spain / 2026 / Short Film / 19 min
OT Sami / UT English+German

SNY NINY / NINA’S DREAMS / NINAS TRÄUME

Die Mutter steht für weltlichen Pragmatismus, die Großmutter beharrt auf altem Glauben. Im Leben der Teenagerin Nina gibt es konträre Einflüsse. Sie geht zur Schule und hilft bei der Hofarbeit, doch in ihren Gedanken und Träumen ist sie woanders. Sie ist fasziniert von alten Felsmalereien, untersucht die Spuren der Vergangenheit, die Kultur ihrer Vorfahren, alte Traditionen, religiöse Mythen. NINAS TRÄUME spielt auf der Halbinsel Kola im Nord-westen Russlands und gewährt Einblicke in die Kultur der Sami.

Regie: Diana Belova, Produktion: Diana Belova, Yanina Kostitsyna, Alexey Belov, Drehbuch: Diana Belova, Kamera: Grigory Rozanov, Schnitt: Alexey Belov, Diana Belova, Ton: Alexander Vanyukov, Musik: folk song

Diana Belova

Diana Belova ist Filmregisseurin und Drehbuchautorin. Geboren in Murmansk. Erwarb ein Diplom als Konstrukteurin und absolvierte zudem die Hochschule für Filmregisseure und Drehbuchautoren am Lenfilm-Studio. Sie stand 12 Jahre lang auf der Bühne, inszenierte das Theaterstück „Der Kirschgarten“ und widmete sich weiterhin der Filmregie. Teilnehmerin und Preisträgerin nationaler und internationaler Filmfestivals. Ihre Werke sind von der Kultur des Nordens und von Volksmythen inspiriert und widmen sich Themen wie der Suche nach Identität, der Überwindung von Grenzen und der Auseinandersetzung von Vergangenheit und Gegenwart.

Freitag, 16. Oktober, 18 Uhr // BLOCK 13

离开的,留下的 / BORA

China / 2025 / Short Film / 30 min
OT Chinese / UT English+German

离开的,留下的 / BORA

Innerhalb der koreanischen Bevölkerung Chinas ist es üblich, sich von den Toten auf dem Wasser zu verabschieden. Über das weite Blau sollen die Seelen der Verstorbenen in die Heimat zurückkehren. Doch was ist Heimat eigentlich? Eine junge Frau, die in die USA gezogen ist, kehrt für die Bestattung ihrer Großmutter zurück an den Ort ihres Aufwachsens und fühlt sich dort fremd. Auch die Beziehung zu ihrer Mutter hat sich durch ihr Fortgehen verändert. Bedingungslose Liebe, aber auch gegenseitiges Unverständnis bestimmt ihr Zusammensein. Mit sanfter Melancholie erzählt BORA von der Entfremdung der Generationen und dem Verlust kultureller Wurzeln.

Regie: Qian Li, Produktion: Chenchen Lin, Drehbuch: Qian Li, Kamera: Zisheng Zhou, Schnitt: Binghan Li, Qian Li, Ton: Xinyi Jiang, Yini Li, Yaxuan Wen, Musik: Siyang Shen

Qian Li

Qian Li ist in China geboren und aufgewachsen und eine zweisprachige Drehbuchautorin und Regisseurin, die mehrere preisgekrönte Kurzfilme gedreht hat, die die Grenze zwischen Fiktion und Realität überschreiten. Sie beschäftigt sich gerne mit einer tieferen Wahrnehmung unseres Alltags – durch Geschichten über Mutter-Tochter-Beziehungen, die Suche nach Zugehörigkeit und die stillen, unbehaglichen Momente dazwischen. Qian hat einen M.F.A. in Narrativer Filmregie von der Beijing Film Academy in China und einen B.A. in Film und Englisch vom Middlebury College in den USA. Außerdem studierte sie als Austauschstudentin am Dodge College of Film and Media Arts der Chapman University in den USA.

Freitag, 16. Oktober, 18 Uhr // BLOCK 13

LAST TROPICS

Greece / 2025 / Short Film / 20 min
OT Greek / UT English+German

LAST TROPICS

Spuren einer Umweltkatastrophe, Bilder von Tod und Verfall, leere Straßen und Häuserrui-nen: Eine trostlose Umgebung, die trotzdem auch Heimat ist. LAST TROPICS handelt von einer Frau und zwei Männern – den letzten Verbliebenen in einem vom Militär abgeriegel-ten Küstendorf. Das junge Trio hält sich mit fragwürdigen Methoden der Fischerei über Wasser, im Licht der Sonne sind ihre Körper von merkwürdigen Narben übersät. Schließlich stellt eine Krankheit das Überleben der kleinen Gemeinschaft in Frage. Aus Griechenland erreicht uns eine bildstarke und metaphernreiche Allegorie über unser Verhältnis zur Natur.

Regie: Thanasis Trouboukis, Produktion: Annabelle Aronis, Thanasis Trouboukis, Drehbuch: Thanasis Trouboukis, Kamera: Konstantinos Koukoulios, Schnitt: Yannis Chalkiadakis, Ton: Daphne Farazi, Nikos Linardopoulos, Musik: Costis Kontos, Regressverbot - Drive to Dive (Edit)

Thanasis Trouboukis

Thanasis Trouboukis beschäftigt sich im Kino mit der fließenden Grenze zwischen Fiktion und Dokumentation. Seine Arbeiten setzen sich mit Erinnerung, Realität, Träumen und der Mehrdeutigkeit zwischen diesen Themen auseinander. Er ist Absolvent des Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains in Frankreich. Seine Kurzfilme wurden von zahlreichen Festivals ausgewählt, darunter das ISFF Oberhausen, das Sarajevo FF, das Palm Springs IFF, das Hong Kong IFF, CPH:DOX, Vienna Shorts, das Encounters FF und das Montréal Festival du Nouveau Cinéma. Derzeit entwickelt er sein Regiedebüt in Spielfilmlänge, unterstützt vom Greek Film Centre (GFC), Onassis Culture und dem Centre national du cinéma et de l'image animée (CNC).

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PROVINZIALE

Die Provinziale ist ein internationales Filmfestival, das sich auf Filme konzentriert, die einen Bezug zu Heimat, Landschaft, Stadt und Land – also im weitesten Sinne zur Provinz – haben.

Das Festival zeigt Dokumentarfilme, Kurzspielfilme und Animationsfilme in vier Wettbewerben und wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik und Filmgesprächen ergänzt.